Garry Todd

Biographie

Garry Todd ist ein furchtloser Bursche, der mehr will als einfach nur augenzwinkernd zuschauen wie sie sich die Welt dreht. Seine künstlerischen Visionen passen auch nicht allein auf eine Schallplatte, weshalb der Brite auf seinem Label Contemporary Scarecrow neben Musik von sich und Freunden wie Boo Williams, Mr. G oder Acid Mondays auch schrille, selbstentworfene Fashion veröffentlicht. „Tunes machen war meine Art von Playstation spielen. Während meine Kumpels FIFA zockten, habe ich mir einen dicken Spliff gerollt und gejammt. Irgendwann wurde das zu einer Obsession und aus Stunden konnten Tage werden. Es war als ob es keine Zeit gäbe“ offenbart er schmunzelnd über seine frühen Tage als Produzent. Als Teenager fuhr er zudem oft von seiner Heimatstadt Sunderland ins benachbarte Newcastle und tanzte zu Sets von Neunziger Housestars wie Masters At Work. Nebenbei schulte er sein Wissen über Clubmusik und kaufte sich aus Geldmangel statt Vinyl jede Menge „Choice – A Collection of Classics“ CD-Sampler von Künstlern wie Derrick Carter oder Danny Tenaglia. Infiziert vom House- und Techno-Virus und angetrieben von der Sehnsucht nach ewigem Sommer startete Todd schließlich vor sechs Jahren ein Nomadenleben zwischen australischem Strandleben, balearischem Partyirrsinn und britischem Inselsommer. Besonders in Down Under avanciert er als DJ, Produzent und Partyorganisator schnell zu einer zentralen Figur der neu aufkeimenden Clubszene in und um Sydney. Seine Bread & Butter Partys sind legendär und Headliner-Sets auf Festivals wie Playground Weekender oder Stereosonic spielte er nicht selten an der Seite von Künstlern wie Jimpster oder Ricardo Villalobos. Letzteren nennt der stets sehr eigen gestylte Weltenbummler neben Soul Capsule, Basic Channel und der Musik seiner Kumpels Acid Mondays auch als eine Inspirationsquelle für seinen eigenen Sound. Der ist alles andere als dem Zeitgeist verpflichtet und tobt sich filigran und ausgetüftelt im Genre House aus. Nach Veröffentlichungen auf seinem eigenen Label und Adressen wie Illusion Recordings folgt nun sein Debütalbum „Nora Lilian“ auf BPitch Control. Benannt hat er es nach seiner geliebten Großmutter, mit der er auch scherzend auf dem Cover beim Heckeschneiden posiert. „Der größte Teil des Albums ist in Rose Bay nahe Sydney entstanden. Ich lebte am Wasser und bin jeden morgen ins Meer gesprungen. Danach bin ich ins Studio, habe der TR-909 ein paar Rhythmen entlockt oder an meinem Roland Juno-60 Synthesizer herumgespielt. Auf Reisen habe ich dann vieles arrangiert und später im Studio verfeinert. Da ich nur selten Samplequellen wie Interviews oder Filmdialoge benutze, schickte ich zudem so manchen Loop an meine Freundin und ihre Freunde damit sie Vocals dazu einsingen“ verrät er zum 16 monatigen Entstehungsprozess seiner zehn Albumtracks. Die hören auf Namen, die ihn an Menschen, Geschichten und Orte aus seinem Leben erinnern. Mal schwingen sie kleinteilig und magnetische Claps und Hi-Hats kreisen um politisch aufgeladene Spoken Words. Auch Trance, Minimal der Perlon-Schule, House der 1990er und Balearic sind in seinem warm hypnotischen Sound spürbar. Seine musikalischen Idole Pink Floyd, Jimi Hendrix und Queen sowie sein Traum Mitglied der Happy Mondays im Madchester der „The Hacienda“ Zeit gewesen zu sein haben ebenfalls Spuren hinterlassen. Denn „Nora Lilian“ ist ein Album dem eine psychedelische Seele innewohnt, das sich auch mal in schwelgerische Atmosphären verliert und bei allem stets charmant aber bestimmenden den Dancefloor anvisiert „Ich versuche Musik zu machen, die ich mir heute kaufen würde und noch in fünf Jahren spiele. Ich lege als DJ ja auch viel alten House, Techno und andere gute Tracks die nicht Altern auf.“ erklärt er zu seiner künstlerischen Vision. Wer sie hört wird schnell von ihm absorbiert. Denn statt Knalleffekten gibt es Soundmeditation in variabler BPM-Stärke, deren fesselnde Kraft offenbart wie sehr die Musik Garry Todd spielt und nicht umgekehrt!

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